Kurven - Typische Fahrbewegungen von Jetski - auf Binnenwasserstraßen verboten.
Lärm - Motorengeräusche hochmotorisierter Wasserfahrzeuge.
Speed - Fahrbewegungen deutlich über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.
Wie man den ausgewerteten Daten der BUND-Gruppe Schwerin über Störereignisse, verursacht durch überhöhte Geschwindigkeit auf Schweriner Gewässern im Zeitraum 2014 bis 2017 entnehmen kann, sind die Störungen in den Schutzgebieten rasant angestiegen. Bei den Jetski-Fahrereignissen deutlich über den zulässigen 25 km/h ist die Häufigkeit um über das 20-fache von 12 Ereignissen in 2014 auf 246 Ereignisse im Jahr 2016 gestiegen. Schließt man die Ereignisse von Motorbooten in die Betrachtung ein, so kam es in der Motorsportsaison 2016 zu insgesamt 1561 dokumentierten Störereignissen und damit zu mehr als der Verdopplung der Werte aus 2015. Der Anteil der durch Motorboote verursachten Störungen lag dabei fast fünf mal höher als der durch Jetski verursachten. Zu bemerken ist zudem, daß nur ein Bruchteil der befahrbaren Gewässer dokumentiert wurde.
In den Vogelschutzgebieten der Schweriner Seen, des Ziegelaußensees und auf dem von Biotopen umgebenen Heidensee wird nach wie vor rücksichtslos gerast, dies belegen die veröffentlichten Zahlen. Unzureichend ist der Einsatz eines Wasserschutzpolizeibootes für über 62 Quadratkilometer befahrbare Wasserflächen im Gebiet der Schweriner Seen.
Immer mehr übermotorisierte Freizeitboote sind neben hochmotorisierten Jetski an den Störungen in der laufenden Brutzeit der Wasservögel und der Erholungssaison für Anwohner und Gäste beteiligt.
Das rücksichtlose Verhalten gegenüber anderen Wassernutzer, Anrainern und der momentan mit der Brut beschäftigten Wasservogelarten nimmt stetig zu. Laut Reportage "Gefahr durch Jet-Ski-Rabauken" der NDR-Sendung Panorama 3 vom 16.08.2016, in der auf die Ordnungswidrigkeiten und die damit verbundenen Gefahren für Natur und Umwelt durch die zunehmende Jetski-Befahrung auf Schweriner Gewässern aufmerksam gemacht wurde, besteht auf Anfrage bei verantwortlichen Behörden kein Handlungsbedarf.